Schlüsselqualifikationen für PädagogInnen

Seminar Wintersemester 2008/09 Uni Landau

Unterrichtsprojekt mit einer Blog-Phase zum Text „Im Dornengebüsch“ von Franz Kafka

Im Dornengebüsch
Franz Kafka

Ich war in ein undurchdringliches Dorngebüsch geraten und rief laut den Parkwächter. Er kam gleich, konnte aber nicht zu mir vordringen. ,,Wie sind Sie denn dort mitten in das Dorngebüsch gekommen“, rief er, „können Sie nicht auf dem glei¬chen Weg wieder zurück?“ „Unmöglich“, rief ich, „ich finde den Weg nicht wieder. Ich bin in Gedanken spazieren gegangen und plötzlich fand ich mich hier, es ist, wie wenn das Gebüsch erst gewachsen wäre, nachdem ich hier war. Ich komme nicht mehr heraus, ich bin verloren.“ „Sie sind wie ein Kind“, sagte der Wächter, „zuerst drängen Sie auf einem verbotenen Weg durch das wildeste Gebüsch und dann jammern Sie. Sie sind doch nicht in einem Urwald, sondern in einem öffentlichen Park, und man wird Sie herausholen.“ „So ein Gebüsch gehört aber nicht in einen Park“, sagte ich, „und wie will man mich retten, es kann doch niemand her¬ein. Will man es aber versuchen, dann muss man es gleich tun, es ist ja gleich Abend, die Nacht halte ich hier nicht aus, ich bin schon ganz zerkratzt von den Dornen, und mein Zwicker ist mir hinuntergefallen und ich kann ihn nicht finden, ich bin ja halb blind ohne Zwicker.“ „Das ist alles gut und schön“, sagte der Wächter, „aber ein Weilchen werden Sie sich noch gedulden müssen, ich muss doch zuerst Arbeiter ho¬len, die den Weg aushacken, und vorher noch die Bewilligung des Herrn Parkdirek¬tors einholen. Also ein wenig Geduld und Männlichkeit, wenn ich bitten darf.“

Gestalten sie bitte den fehlenden Schluss hier im Blog.

Dezember 3, 2008 - Verfasst von hein1264 | Einsatz Digitaler Medien aus lerntheoretischer Sicht | | 7 Kommentare

7 Kommentare »

  1. Und wie ich so auf meine baldige Rettung wartete, erschien ein gar seltsames Tier, dass mich aus seinen grünen Schlitzaugen anstarrte und sich als Katze zu erkennen gab.

    Als der Parkwächter nach einer halben Stunde heftiger Debatte endlich vom Parkdirektor zurückkam, hatte er 3 Leute mit Motorsägen und Äxten im Gepäck. Sie sägten und schlugen blad eine halbe Stunde lang bis sie das Gestrüpp durchdrungen hatten – doch fanden sie nichts als eine rot getiegerte Katze mit grünen Schlitzaugen vor, die sie interessiert betrachtete bevor sie ohne das leiseste Geräusch in der Dunkelheit entschwand.

    Verwirrt beschloss der Parkwächter seinen täglichen Konsum an berauschenden Mitteln die nächste Woche erheblich zu kürzen – nun, zumindest Morgen….

    Kommentar von flaira | Dezember 3, 2008

  2. „Das darf nicht wahr sein – es reicht schon, dass ich hier hereingeraten bin und jetzt wollen sie mich hier verenden lassen“, rief ich.
    Da drehte sich der Parkwärter um, ging hinfort und ward des Abends nicht mehr gesehen.
    Ich bibberte und verbrachte die Nacht stehend in den Dornen bis am nächsten Tage der Parkwächter wieder kam, allerdings nicht der des Vorabends, sondern sein Arbeitskollege, der umgehend mit einer kleinen Heckenschere einen Weg zu mir aufgeschnitten hatte.
    Ich bedankte mich artig bei ihm, auch wenn ich durch die Nacht große Erfrierungen an den Beinen hatte und blutige Arme von den Dornen, aber ich möchte ja nicht jammern….

    Kommentar von hagen06 | Dezember 3, 2008

  3. „So nun kommen die Arbeiter, sie werden jetzt befreit.“ sagte der Wächter.“Endlich sie haben aber lange gebraucht!“

    Kommentar von lena0909 | Dezember 3, 2008

  4. Ich wusste leider nicht, wie ich aus dem Gebüsch wieder herauskommen sollte. Dadurch, dass meine Arme schon so verkratzt waren, hatte ich auch nicht mehr die Kraft um selbst aus dem Gebüsch wieder herauszukommen. Ich wartete ein Weilchen, doch der Wächter kam leider nicht so schnell zurück wie zunächst erhofft.
    Nach längerem Warten bemerkte ich, wie mein Kräfte mehr und mehr weniger wurden. Jetzt hatt ich nicht einmal mehr die Kraft um nach Hilfe zu rufen.
    Plötzlich kam der Wächter mit vielen Leuten zurück und sie versuchten mich aus dem Gebüsch zu befreien. Doch auch sie schafften es nicht und verschwanden selbst noch tiefer im Gebüsch. Plötztlich spürte ich einen Schlag an meinem Kopf.
    Ich wachte auf und bemerkte, dass ich geschlafwandelt bin und gegen meinen Kleiderschrank gelaufen war.
    Ich brauchte ca. 10 Minuten, um mich zu orientieren und legte mich danach wieder ins Bett und schlief wieder ein.

    Kommentar von tina387 | Dezember 3, 2008

  5. Und wie ich im Dornengebüsch auf meine Hilfe wartete, bemerkte ich, wie aus mienen Fingern Blätter zu sprießen anfingen. Langsam aber sicher begann sich mein Körper meiner Umgebung anzupassen: Ich wurde selbst Teil des Dornenbusches.
    Als meine Helfer schließlich kamen, um mich zu retten, war ich bereits vollständig ins Dornengebüsch verflochten.

    Kommentar von sonne87 | Dezember 3, 2008

  6. Die Minuten verstrichen, ohne das der Parkwächter zurückkehrte. Ich geriet immer tiefer in das Dornengebüsch. Meine Händer waren schon ganz blutig, als ich endlich Stimmen hörte. Ich fing an, laut zu schreien, um sie auf meine „verzwickte“ Lage aufmerksam zu machen. Die Männer kamen mit Äxten auf mich zugerannt und mein Herz fing an noch schneller zu schlagen. Doch der Parkdirektor kam aufgeregt mit den Händen winkend auf uns zugerannt. „Nein“, schrie er. „Nicht mit den Äxten. Meine wunderschöne Hecke!“ Um mich zu retten, wurde einer der Männer beauftragt, selbst und die Hecke zu kriechen und mich zu befreien.
    Anscheinend war dieser von größerer Männlichkeit geprägt, denn er schaffte es, mich in wenigen Augenblicken zu befreien.

    Kommentar von franziska88 | Dezember 3, 2008

  7. Ich entschied also, auf den Parkdirektor zu warten. Als er kam teilet er mir mit, dass sichdie Befugnisse geändert hätten, und er nicht mehr in der Lage sei, mir eine Erlaubnis zu erteilen.
    So starb ich in dem Dornengebüsch, weil mir niemand half und niemand mir Erlaubnisse erteilte.

    Kommentar von lernenmitblogs | Dezember 3, 2008


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