Virtuelle Realität im Forschungseinsatz:
Quelle: Bente / Petersen / Krämer / Buschmann, Medienpsychologie, Jg 11 (1999), Heft 2, (Seitenzahl wird noch ergänzt)
Zunächst werden die Herausforderungen für die Forschung dargelegt:
Technische Schwierigkeiten:
- Bereitstellung echtzeitfähiger Ein- und Ausgabemedien
Grundlagenwissenschaftliche Probleme:
- Bereitstellung von Basiswissen zur Bedeutung und Funktion nonverbaler Verhaltensweisen
Grundlegendes methodisches Problem:
- Nonverbale Kommunikation verfügt nicht über eine explizite Semantik oder Grammatik an der sich die jeweiligen mimischen u. gestischen Darbietungen orientieren können.
Ein Video mit 2 Personen, die verschiedene Emotionen ausdrücken wird Probanden in 3 verschiedenen Variationen vorgespielt. Einmal als normales Video (real mode), einmal so, dass die Personen nur als „Gerüst“ zu erkennen sind (wireframe mode), und einmal in 3D, computersimulierter Form (shaded mode).
Ergebnis:
Die Probanden bewerten die Emotionsdarstellung aller drei Versuche nahezu gleich. Ein wesentlicher Unterschied ist in der Beobachtung festzustellen. Wo im real mode noch mehr auf das Gesicht und dessen Mimik geachtet wurde, werden im wireframe und shaded mode mehr die Gestik der Hände, die Haltung des Körpers und der Beine beachtet.
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